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UPDATE 05.11.19 // Information zum Insolvenzantrag von Thomas Cook GmbH

News   •   Sep 25, 2019 10:31 CEST

Am 25.9.19 hat die deutsche Thomas Cook GmbH ein Insolvenzverfahren eingeleitet.

Der Schutz der Zurich Insurance Plc, Niederlassung für Deutschland (Zurich) gilt im Rahmen der Reiseversicherungsscheine für die Kunden von Thomas Cook in Deutschland und die dazugehörigen Veranstaltermarken. Zunächst wurden Insolvenzanträge für die Thomas Cook GmbH, die Thomas Cook Touristik GmbH und die Bucher Reisen & Öger Tours GmbH gestellt. Ob auch weitere Gesellschaften betroffen sind, soll laut Thomas Cook in den nächsten Tagen geprüft und in Abstimmung mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter entschieden werden.

Die Absicherung besitzt nur die Gültigkeit für eine gebuchte Pauschalreise. Eine Pauschalreise besteht aus mindestens zwei Reisearten (z.B. Transport und Unterkunft). Nicht versichert sind gebuchte Einzelleistungen wie z.B. Nur Flug oder nur Hotelbuchungen.

Wir wollen die Reisenden optimal unterstützen.

Unser Fokus liegt in der aktuellen Situation darauf, Reisende bei der sicheren Rückkehr nach Deutschland zu unterstützen.

Zurich sichert daher im Rahmen der gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen die Übernahme der Kosten für die Beherbergung der Reisenden im Zielgebiet. Entsprechendes gilt auch für die Rückreise.

Grundsätzlich gilt für den Fall einer Insolvenz des Reiseveranstalters Folgendes: Durch den bestehenden Versicherungsschutz sind geleistete Anzahlungen auf den Reisepreis und Restreisepreiszahlungen aller Reiseteilnehmer nach den vertraglichen Bestimmungen bis zu einer Gesamtsumme von 110.000.000 € versichert.

Abwicklung von Ansprüchen

Für die Abwicklung von Ansprüchen hat Zurich die KAERA AG beauftragt. KAERA prüft die Eintrittspflicht und Regulierung der einzelnen Ansprüche zum Insolvenzverfahren der Thomas Cook GmbH der o.g. verbundenen Veranstaltermarken. 


Zur Haftung des Kundengeldabsicherers:

Der Gesetzgeber sieht vor (§651r BGB), die Haftung für den Kundengeldabsicherer (Versicherer) auf maximal 110 Millionen Euro pro Geschäftsjahr zu begrenzen, gleichzeitig hat Thomas Cook Deutschland die Reisen nur bei einem Versicherer mit bis 110 Millionen Euro abgesichert, was dazu führt, dass die Schadensumme nun den von Thomas Cook eingekauften Versicherungsschutz bei weitem übersteigt.

Da die von Thomas Cook eingekaufte Deckung nicht ausreicht, um den Schaden zu decken, sieht der Gesetzgeber vor, dass der Erstattungsbetrag quotiert wird. Die Quote kann derzeit noch nicht ermittelt werden, da der Großteil der Ansprüche noch nicht bei www.KAERA-AG.de angemeldet wurden.

Geltendmachung von Ansprüchen

Alle Betroffenen, sowohl vor als auch bereits auf Reisen, wenden sich bitte an die KAERA AG über nachfolgenden Link.

http://www.kaera-ag.de/geschaeftsfelder/abwicklungsstelle/insolvenzthomascook/

Kunden werden gebeten, ausschließlich Schadensfälle über das Webformular zu melden.

Hier geht es direkt zum Webformular: https://schadenanzeige.kaera-ag.de/schadenanzeige/

Sollte keine Internetverbindung vorhanden sein: +49 (0)6172 – 99 76 11 23

UPDATE 27.09.2019 // 14:00 Uhr

Zurich wird die aktuell Reisenden der insolventen Thomas Cook Deutschland optimal unterstützen. Zurich sichert daher im Rahmen der vertraglichen Verpflichtungen die Übernahme der Kosten für die Beherbergung der Reisenden im Urlaubsort. Entsprechendes gilt auch für die Rückreise.

Insbesondere wird Zurich, auf Basis der Buchungsinformationen und ohne Vorlage von gesonderten Rechnungen, im Rahmen der ausgesprochenen Kostenübernahmegarantien bereits jetzt einen Abschlag von 50 Prozent der ausstehenden Zahlungen für im Hotel derzeit anwesende Gäste an die Hotels anweisen. Dies gilt sofort und unter der Voraussetzung, dass Thomas Cook-Reisende von diesen Hotels ab sofort weder zur individuellen Zahlung von Hotelrechnungen aufgefordert oder anderweitig genötigt werden.

Update 02.10.2019 // 18:26 Uhr

Zurich stellt Transfer zu den Flughäfen der Thomas Cook Deutschland-Gäste in diesen Regionen sicher:

  • Dominikanischen Republik
  • Balearen
  • Kanaren
  • Madeira 
  • Faro
  • Jerez de la Frontera
  • Malaga
  • Bulgarien

Die Zurich Versicherung geht den nächsten Schritt bei der Hilfe für die betroffenen Urlauber. So hat Zurich nun DER Touristik beauftragt, den Transfer zu den Flughäfen in der Dominikanischen Republik zu organisieren. Die DER Touristik setzt hierfür ihre Zielgebietsagentur vor Ort ein. Alle Reisenden von Thomas Cook Deutschland, die sich aktuell in der Dominikanischen Republik befinden, werden Ihre Transferinformationen über die Zielgebietsagentur der DER Touristik erhalten. Die DER Touristik hat die Vorbereitung für eine schnelle Lösung gestartet. Zudem wird DER Touristik ab dem 28.09.19 auch die Transfers in Mallorca, Menorca und Ibiza organisieren. Auch der Transfer in den Kanaren wird ab dem 28.09.19 sichergestellt. Für Flughafentransfers auf Madeira und in Faro wird DER ab 30.09. eingesetzt. (Am 29.9. können hierfür an beiden Destinationen Taxikosten bis 50,- Euro eingereicht werden). Ab dem 01.10. übernimmt DER Touristik auch die Transporte zum Flughafen Jerez. Auch in Malaga übernimmt DER ab dem 02.10. den Flughafentransfer. 

Zusätzlich wird Zurich die Transporte in Bulgarien sicherstellen: In Burgas übernimmt bis zum 06.10. der bestehende Dienstleister den Flughafentransfer; ab dem 07.10. können Reisende dann Taxikosten bis zu 50,- Euro einreichen. In Varna gilt die Taxiregelung bereits ab sofort.

Update 15.10.2019

Bislang ist nur ein Teil der erwarteten Schadenmeldungen eingegangen. Eine Gesamt-Schadensumme (und damit eine Quote) lässt sich auf Basis der bislang eingegangenen Schadenmeldung leider noch nicht zuverlässig errechnen.

Durch die besondere Unterstützung von Zurich sind mittlerweile fast alle der ursprünglich 140.000 Reisenden wieder sicher nach Hause gebracht worden. Nur noch wenige hundert Gäste befinden sich noch auf Reisen. Diese werden nun gebeten ihren Urlaub vorzeitig zu beenden, da aufgrund der Insolvenz von Thomas Cook Deutschland die Durchführung der ursprünglich geplanten Rückreise nicht mehr sichergestellt werden kann. (Mitarbeiter von Thomas Cook gehen aktiv auf die Reisenden zu.) Es ist davon auszugehen, dass Leistungsträger (d.h. Hotels, Airlines, Transportunternehmen) wegen Zahlungsausständen seitens Thomas Cook Leistungen verweigern oder gesonderte Zahlungen von den Reisenden verlangen. Wegen der vorzeitigen Beendigung der Pauschalreise haben die Reisenden einen Erstattungsanspruch der anteiligen Reisekosten nach Maßgabe der vertraglichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen (siehe § 651 r BGB).

Den Reisenden empfehlen wir: 

Bitte nehmen Sie keine Zahlungen an Hotels, Transportdienstleister oder Airlines vor. Denn die Kosten der Unterbringung in Ihrem Hotel werden von Zurich bis zum genannten Rückreisezeitpunkt nach Maßgabe einer entsprechenden Kostenübernahmeerklärung direkt gegenüber den Hotels übernommen. Gleiches gilt für Transportunternehmen und Airlines in Bezug auf die Kosten des oben genannten Transports zum Flughafen und den oben genannten Rückflug.

Update 25.10.2019

Mittlerweile konnten alle, bis auf rund ein dutzend Reisende, wieder sicher nach Deutschland gebracht werden. Damit haben wir die Repatriierung, zu der wir nach §651r verpflichtet sind und die wir unverzüglich nach Bekanntgabe der Insolvenz gestartet haben, erfolgreich und im Interesse der Reisenden sichergestellt.  

Leider lässt sich eine Gesamt-Schadensumme (und damit eine Quote) auf Basis der bislang eingegangenen Schadenmeldung noch immer nicht zuverlässig errechnen. Wir erwarten, dass dies in den nächsten Wochen die Zahl der Schadenmeldungen ausreichend sein wird, um eine Quote zu errechnen. Auf Basis diese Quote wird dann eine unverzügliche Regulierung möglich sein.

Update 01.11.19

Zurich hat sehr erfolgreich dazu beitragen, dass bereits in den ersten drei Wochen nach Bekanntgabe der Insolvenz von Thomas Cook rund 140.000 Reisende sicher wieder nach Hause gebracht werden konnten. Damit hat Zurich nicht nur die Verpflichtung zur Repatriierung aus §651r BGB wahrgenommen, sondern auch dafür gesorgt, dass die Rückführung insgesamt handhabbar blieb und der Gesamtschaden gleichzeitig im Interesse aller Geschädigten minimiert wurde.

Derzeit arbeiten rund 100 Mitarbeiter speziell daran, die Schadenmeldungen der Pauschalreisenden zu bearbeiten und eingehende Belege zu prüfen. Bei dem von Zurich beauftragten Dienstleister KAERA gehen mittlerweile täglich noch immer bis zu 1.000 Schadensmeldungen zur Thomas Cook Insolvenz ein. Bis zum 1. November 2019 sind rund 150.000 Meldungen mit einem Schadenvolumen von 250 Millionen Euro bei KAERA eingegangen. Wir gehen davon aus, dass es sich dabei bereits um deutlich mehr als die Hälfte der geschädigten Pauschalreisenden handelt. Dennoch sind es noch zu wenige Schadenmeldungen, um eine Gesamtschadenhöhe und damit die Erstattungsquote zuverlässig errechnen zu können. Auch die Höhe der Repatriierungskosten steht noch nicht abschließend fest. 

Wie Zurich bereits mitgeteilt hatte, müssen sich Thomas Cook-Kunden darauf einstellen, dass die von Thomas Cook eingekaufte Haftungssumme von 110 Millionen Euro (die Haftung ist laut §651r BGB für den Versicherer bei 110 Millionen Euro gedeckelt. Vgl. Merkblatt des Bundesjustizamtes  https://bit.ly/2Nv27uu. Dieser Haftungsdeckel gilt jedoch nicht für den Reiseveranstalter.) nicht ausreichen wird, um die berechtigten Ansprüche in voller Höhe zu erstatten.

Wie hoch dieser Anteil sein wird, soll in den nächsten Wochen feststehen. Wir gehen derzeit davon aus, dass wir bis spätestens Anfang Dezember mit der Auszahlung entsprechend der Schadensquote begonnen haben werden.

Update 05.11.19

Am 04.11.19 hatte die Thomas Cook Touristik GmbH angekündigt, "nun aus rechtlichen Gründen die Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs zum 1. Dezember 2019 vorzubereiten". Diese Entscheidung von Thomas Cook hat jedoch keinen Einfluss auf unsere Planungen, dass wir bis spätestens Anfang Dezember begonnen haben wollen, die berechtigten Ansprüche der Thomas Cook Kunden entsprechend der Schadenquote zu regulieren.
Die Haftung des Kundengeldabsicherers ist begrenzt. Der Versicherer haftet bis zu einem maximalen Betrag von 110 Mio. Euro pro Geschäftsjahr (1.11.-31.10. in der Tourismusbranche). Darunter fallen die Aufwände für die notwendige Repatriierung sowie die berechtigten Ansprüche derer, die die Reise nicht antreten konnten oder abbrechen mussten.

Update 12.11.19

Am 12.11.19 teilte die Thomas Cook Touristik GmbH Reisen mit, dass Reisen der deutschen Thomas-Cook-Veranstalter mit Abreisedatum ab 1. Januar 2020, auch wenn sie teilweise oder gänzlich bezahlt wurden, aus insolvenzrechtlichen Gründen nicht angetreten werden können. Abgesagt sind Pauschalreisen der Veranstaltermarken Thomas Cook Signature, Thomas Cook Signature Finest Selection, Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin sowie über Thomas Cook International gebuchte Reisen. Davon Betroffene können ihre Ansprüche direkt über den Dienstleister der Zurich Versicherung - KAERA AG - einreichen.

Hier geht es direkt zum entsprechenden Webformular: https://schadenanzeige.kaera-ag.de/schadenanzeige/

Zurich wird voraussichtlich Anfang Dezember eine belastbare Gesamtschadensumme und eine entsprechende Schadenquote berechnen können. Gleichzeitig wird Zurich dann mit der quotalen Erstattung berechtigter Ansprüche beginnen.