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Matthias Steeg, Bereichsvorstand Zurich Exklusivpartner
Blog-Beitrag von Matthias Steeg, Bereichsvorstand Zurich Exklusivpartner

Blog-Eintrag —

Unternehmerisch wachsen, Vielfalt stärken: Organisationsentwicklung in der Zurich Exklusivpartnerorganisation

Zusammenfassung
Der Versicherungsvertrieb steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Zurich setzt daher auf unternehmerisches Denken, flexible Agenturmodelle und gezielte Talententwicklung. Vielfalt ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Das Women Empowerment Network zeigt, wie Frauen gestärkt und neue Potenziale erschlossen werden. Auch im KI-Zeitalter bleiben Empathie, Vertrauen und persönliche Beratung entscheidend.

Der Versicherungsvertrieb steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Demografischer Wandel, veränderte Erwartungen an unternehmerisches Arbeiten und neue technologische Möglichkeiten stellen Vertriebsorganisationen vor die Herausforderung, wie sie sich für die Zukunft aufstellen müssen.

Für mich steht dabei vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Wie schaffen wir die Rahmenbedingungen, damit unternehmerische Menschen bei Zurich erfolgreich sein können, heute und in Zukunft?

Dafür braucht es nicht nur eine starke Vertriebsorganisation, sondern vor allem Menschen mit unternehmerischem Denken, den richtigen Rahmenbedingungen und den Freiräumen, um erfolgreich zu sein. Denn dazu gehört auch, Potenziale frühzeitig zu erkennen, gezielt zu entwickeln und Vielfalt als echten Erfolgsfaktor zu verstehen.

Bei Zurich haben wir die Bedeutung unternehmerischer Agenturmodelle früh erkannt. Bereits 2016 haben wir begonnen, unsere Organisation konsequent auszubauen und damit die Grundlage für zusätzliche Vertriebskapazitäten zu schaffen. In dieser Phase sind wir entgegen dem Markt gewachsen. Dieser Weg bleibt angesichts der demografischen Entwicklung im Versicherungsmarkt wichtig und zugleich herausfordernd: Wir rechnen damit, dass wir im Markt in den kommenden fünf Jahren rund 30 Prozent und innerhalb der nächsten zehn Jahre bis zu 50 Prozent der Vertriebskapazitäten verlieren könnten. Damit droht nicht nur ein Verlust an personellen Ressourcen, sondern auch an wertvollem Know-how, Kundenbeziehungen und unternehmerischer Vertriebskompetenz.

Für mich ist deshalb klar, dass die Zukunft unseres Vertriebsweges sich nicht allein über die Anzahl von Agenturen entscheidet, wenngleich wir natürlich in der Breite vertreten sein wollen in allen denkbaren Agenturgrößen. Wettbewerbsfähigkeit und Stabilität aus Sicht der Agentur, entscheidet sich aber vor allem darüber, ob wir Menschen für Unternehmertum begeistern und sie auf ihrem Weg bestmöglich begleiten können. Ebenso baut unsere Organisation auf regionalen persönlichen Marken und starken Markenbotschaftern des blauen Z auf, die über Jahre hinweg Vertrauen bei Ihren Kundinnen und Kunden aufgebaut haben.

Organisationsausbau allein reicht deshalb nicht. Neben dem weiteren Ausbau und der strategischen Nachbesetzung unserer Agenturbestände legen wir einen noch stärkeren Fokus auf die qualitative Weiterentwicklung der Organisation.

Dabei geht es nicht nur um die Weiterentwicklung bestehender Agenturen. Wir müssen gleichzeitig auch neue Talente für unseren Vertriebsweg gewinnen und ihnen attraktive Perspektiven bieten. Denn Menschen bringen unterschiedliche Erfahrungen, Sichtweisen und Lebenswege mit und genau darin liegt eine große Stärke. Gleichzeitig haben sich auch die Anforderungen an erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer verändert. Neue unternehmerische Kriterien bestätigen uns darin, welche die Erfolgsfaktoren aus 2016 ablösen werden, welche seitdem mehr oder wenig unverändert geblieben sind. Wichtig ist dabei, dass wir verschiedenen Ausbaustufen gerecht werden. Eine unternehmerisch aufgestellte Agentur muss nicht zwangsläufig 15 Mitarbeitende oder mehr haben.

Es geht uns dabei mehr als nur um Strukturen. Unternehmerische Freiheit, Flexibilität und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten sind entscheidende Erfolgsfaktoren, die Zurich wie kaum ein anderer Versicherer bietet. Unsere bestehenden Modelle und Maßnahmen ermöglichen ein hohes Maß an Flexibilität, unterstützt bspw. durch unsere besondere und einzigartige Partnerschaft mit VFM.

Unternehmerisch zu denken heißt auch, die Vielfalt zu stärken. Wir wollen nicht nur ein starker Partner für Unternehmer sein, sondern ebenso und insbesondere für Unternehmerinnen.

Vielfalt als Teil unserer Organisationsentwicklung

Wenn wir über die Zukunft unseres Vertriebsweges sprechen, gehört für mich noch ein weiterer Punkt dazu. Wir müssen die Potenziale im Markt umfassender nutzen als bisher. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel können wir es uns nicht leisten, auf unternehmerisches Potenzial zu verzichten. Deshalb sehe ich die Förderung von Vielfalt nicht als separates Thema, sondern als wichtigen Bestandteil unserer Organisationsentwicklung.

Frauen sind im Versicherungsvertrieb nach wie vor unterrepräsentiert. Doch gleichzeitig erlebe ich immer wieder, mit welcher unternehmerischen Stärke, Professionalität und Kundennähe erfolgreiche Unternehmerinnen unseren Vertrieb prägen. Umso wichtiger ist es aus meiner Sicht, mehr Frauen für eine Karriere im Vertrieb und für den Schritt in die unternehmerische Verantwortung zu gewinnen. Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg ist unser Women Empowerment Network, das in den vergangenen Monaten sein vierjähriges Bestehen gefeiert hat. Das Netzwerk ist für uns längst mehr als ein internes Format. Es ist ein wichtiger Eckpfeiler unserer Organisationsentwicklung und unseres Anspruchs, Gleichberechtigung und unternehmerische Entwicklung im Versicherungsvertrieb aktiv zu fördern.

Geprägt wird die Initiative dabei nicht nur durch unsere interne Organisationsentwicklung, sondern insbesondere durch zwei äußerst engagierte Agenturleiterinnen und Unternehmerinnen Linda Hoffmann und Stefanie Knopp. Beide stehen für das, was wir uns in unserer Organisation wünschen, und zwar Verantwortung übernehmen, Chancen gestalten und andere auf ihrem Weg unterstützen. Sie bringen ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven ein und zeigen damit eindrucksvoll, was möglich ist, wenn unternehmerisches Denken,Verantwortung und gegenseitige Unterstützung zusammenkommen. Linde verbindet zudem neben ihrer eigenen Perspektive eine verantwortliche Rolle in der Interessensvereinigung der Agenturpartner IVZ.

Das diesjährige Treffen in unserem Frankfurter Büro war ein besonderer Erfolg. Rund 30 Beraterinnen sowie Kolleginnen und Kollegen aus dem Innendienst kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, neue Perspektiven zu gewinnen und ganz konkrete Themen weiterzuentwickeln.

Ein Beispiel dafür ist unser Ansatz „Family Care / Support“, der sich insbesondere mit der finanziellen Situation junger Familien und dabei auch mit den spezifischen Herausforderungen von Müttern beschäftigt. Der gemeinsame Workshop hat uns wertvolles Feedback gegeben, das wir für die Weiterentwicklung des Ansatzes und für unsere neue Karriere-Website nutzen werden, die zum Jahresstart live gehen soll.

Für zusätzliche Inspiration sorgte Silvia Agha-Schantl, die eigens aus Österreich angereist ist. In ihrem Impulsvortrag teilte sie ihre Perspektive auf Beratung und Verkauf ebenso wie persönliche Erfolgsrezepte aus ihrer branchenübergreifenden Erfahrung. Solche Impulse sind für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie auch für mich besonders wertvoll. Sie helfen dabei, bekannte Denkweisen zu hinterfragen, neue Ideen aufzunehmen und den Blick über die eigene Branche hinaus zu richten.

Genau dieser Austausch macht für mich die Stärke des Netzwerks aus. Es geht nicht um ein theoretisches Konzept, sondern um konkrete Impulse, ehrlichen Austausch und wirksame Maßnahmen, die einen echten Mehrwert schaffen.

In unserer Zurich Exklusivorganisation wollen die Rahmenbedingungen schaffen, in denen unternehmerische Potenziale unabhängig vom Geschlecht bestmöglich entfalten kann.

Wenn wir der beste Partner für Unternehmerinnen und Unternehmer im Ausschließlichkeitssegment sein wollen, müssen wir unsere Organisation kontinuierlich stärken, weiterentwickeln und neue Wege gehen. Das gilt für unsere Agenturformate ebenso wie für die Entwicklung unserer Talente und die Förderung von Vielfalt.

Dabei verbinden wir Digitalisierung und den Mut zu neuen Innovationsfeldern wie Künstlicher Intelligenz mit dem, was im Versicherungsgeschäft niemals an Bedeutung verlieren wird: Empathie, persönliche Beratung und echte Kundenbeziehungen.

Gerade im KI-Zeitalter wird diese Kombination immer wichtiger. Technologie kann Prozesse verändern und neue Möglichkeiten schaffen. Vertrauen, Verständnis, Empathie und unternehmerische Verantwortung bleiben jedoch menschliche Stärken. Und genau deshalb bin ich überzeugt: Die Zukunft unseres Vertriebsweges entsteht nicht durch Technologie allein. Sie entsteht durch Menschen, die Verantwortung übernehmen, Chancen erkennen und unternehmerisch handeln wollen. Unser Women Empowerment Network steht beispielhaft für diesen Ansatz. Wir entwickeln Strukturen weiter, schaffen neue Perspektiven und setzen auf Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen. Vier Jahre Women Empowerment Network sind deshalb für mich nicht nur ein Anlass zur Reflektion, sondern vor allem ein Ansporn, diesen Weg konsequent weiterzugehen.

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