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Zentrale Risiken für 2026 – und wie deutsche Unternehmen ihre Resilienz stärken können
2025 lässt sich mit einem Wort beschreiben: volatil.
Und alles deutet darauf hin, dass diese Dynamik auch im Jahr 2026 den Alltag deutscher Unternehmen prägen wird. Führende Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger blicken auf ein Umfeld, das zunehmend von bestehenden und neuen Risikofaktoren bestimmt wird – von KI‑gestützten Cyberbedrohungen über geopolitische Unsicherheiten, Lieferkettenrisiken bis hin zu immer extremeren Wetterereignissen.
Diese Entwicklungen stellen die Stabilität von Unternehmen, unseren Gesellschaften und der gesamten Wirtschaft vor ernste Herausforderungen. Klar ist: Volatilität bleibt – und Organisationen müssen ihre Geschäftsmodelle deutlich widerstandsfähiger gestalten, um nachteilige Auswirkungen abzufedern.
Der Stromausfall in Berlin zu Jahresbeginn hat eindrucksvoll gezeigt, wie verwundbar kritische Infrastrukturen sind. Ob Cyberangriffe, technische Defekte oder Extremwetter: Störungen im Energiesektor können sich rasch auf ganze Branchen und Regionen auswirken. Für deutsche Unternehmen ist das ein klarer Weckruf, die eigene Risikosteuerung weiter zu stärken und essenzielle Systeme konsequent zu schützen.
Wie können Unternehmen bei den zentralen Risikoschwerpunkten mehr Stabilität, Widerstandskraft und Zukunftsfähigkeit in ihre Geschäftsabläufe bringen? Das ist die zentrale Frage, mit der ich mich täglich beschäftige und auf die ich im Folgenden tiefer eingehen möchte.
1. Weiter zunehmende Cyberbedrohungen
Cyberresilienz wird 2026 zu einem geschäftskritischen Faktor – und zwar längst nicht mehr nur für Großunternehmen. Besonders der Mittelstand gerät verstärkt in den Fokus, da es häufig an technologischer Reife und Ressourcen mangelt, um moderne Angriffsmethoden umfassend abzuwehren.
Drei Bedrohungsformen erfordern besondere Aufmerksamkeit:
- Ransomware-Angriffe: Angreifer verschlüsseln kritische Daten und verlangen Lösegeld. Besonders riskant: Angriffe auf kritische Infrastrukturen und öffentliche Einrichtungen – mit potenziell weitreichenden Folgen.
- Phishing und Social Engineering: Täuschungsversuche werden zunehmend lokal, individuell und KI‑gestützt. Mitarbeitende werden zu einem zentralen Ziel, da kleine Fehler große Schäden verursachen können.
- Angriffe auf Lieferketten: Cyberkriminelle nutzen Schwachstellen bei Dienstleistern oder Softwareanbietern, um größere Ziele zu kompromittieren – ein dramatisch wachsendes Risiko, insbesondere für Branchen mit komplexen, verzweigten Lieferketten.
Empfehlung:
Cyberrisiken gehören 2026 auf die oberste Führungsebene. Sicherheit ist längst keine reine IT‑Aufgabe mehr, sondern eine Frage von Governance, Ownership und investiver Priorisierung im gesamten Unternehmen.
2. Schutz erneuerbarer Energien
Deutschland zählt zu den führenden Ländern im Ausbau erneuerbarer Energien – besonders in den Bereichen Windkraft, Solarenergie und Photovoltaik. Doch diese Infrastruktur wird zunehmend durch Extremwetter herausgefordert.
Sturmschäden, Überlastungen oder defekte Anlagen können hohe Kosten und längere Unterbrechungen verursachen.
Was jetzt entscheidend ist:
- Präventive Schutzmaßnahmen und robuste Infrastruktur
- Prüfung der Widerstandsfähigkeit bestehender Anlagen
- Belastbare Notfall- und Business-Continuity-Pläne
Unternehmen, die auf erneuerbare Energiequellen angewiesen sind, sollten sicherstellen, dass diese auch zukünftigen Wetterextremen standhalten.
3. Unsicherheit in der Lieferkette
Geopolitische Spannungen haben 2025 globalen Lieferketten zugesetzt – darunter:
- US‑Zölle und Handelsrestriktionen
- Der Krieg in der Ukraine
- Sanktionsregime
- Inflation
- Politische Maßnahmen gegenüber China
Für deutsche Unternehmen bedeutet das: Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern werden zum wirtschaftlichen Risiko – besonders bei Rohstoffen, Halbleitern oder Energie.
Drei zentrale Handlungsfelder:
- Diversifizierung der Lieferantenbasis
- Nutzung von Daten, Prognosen und Echtzeit‑Insights
- Flexiblere Entscheidungs- und Reaktionsprozesse
Nur wer seine Lieferketten breit, transparent und agil aufstellt, kann operative Stabilität und Planungssicherheit gewährleisten.
4. Fachkräftemangel
Der internationale Wettbewerb um Talente wird sich weiter verschärfen. Erfolgreiche Unternehmen der Zukunft verfügen über einen klaren Qualifikationsvorsprung.
Für deutsche Unternehmen besonders wichtig:
- Investitionen in Weiterbildung und Leadership
- Aufbau einer starken, attraktiven Unternehmenskultur
- Stärkung technologischer und intellektueller Kompetenzen
Ohne eine solide Wissensbasis steigt das wirtschaftliche Risiko erheblich – insbesondere in innovativen und technologiegetriebenen Branchen.
Resilienz entsteht durch Weitblick und Mut
Resilienz aufzubauen ist kein einfacher Auftrag. Doch Organisationen, die vorausschauend planen, gezielt investieren und mutig handeln, können ihre Stabilität nachhaltig stärken.
Genau hier setzen wir an: Bei Zurich Resilience Solutions betrachten wir Risiken nicht nur als Bedrohung, sondern als strategische Chance, Unternehmen widerstandsfähiger, transparenter und langfristig erfolgreicher zu machen.
2026 bietet die Möglichkeit, die Weichen für eine robustere, sicherere und zukunftsfähigere Zukunft zu stellen.