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Bild: Adobe Stock

Pressemitteilung

Hitze-Hotspot Deutschland: Städte müssen Klimaresilienz aufbauen

Zusammenfassung

  • Zurich sieht extreme Hitze als eines der größten Risiken für Städte und fordert mehr Resilienz in urbanen Räumen.
  • Mithilfe von Klima-, Risiko- und Geodaten unterstützt Zurich Kommunen dabei, Hitzebelastungen frühzeitig zu erkennen und gezielte Schutzmaßnahmen umzusetzen.
  • Das Beispiel Madrid zeigt: Mehr Grünflächen, Beschattung und Wasserelemente können die Temperaturen in besonders belasteten Stadtgebieten um bis zu 4,5 Grad senken.

Köln, 10. Juli 2026 – Nach der Hitzeperiode Ende Juni werden für die kommenden Tage in vielen Regionen Deutschlands erneut hohe Temperaturen und eine entsprechend starke Hitzebelastung vorausgesagt. Auch Städte, Kommunen und ihre Infrastruktur stellen diese Temperaturen oft vor neue Herausforderungen.

Extreme Hitze zählt nach Einschätzung von Zurich inzwischen zu den größten klimabedingten Risiken für urbane Räume. Besonders betroffen sind dicht besiedelte Innenstädte, in denen sich Straßen, Gebäude und versiegelte Flächen stark aufheizen. Die Folgen reichen von gesundheitlichen bis lebensbedrohlichen Belastungen für die Bevölkerung über Einschränkungen im Schul- und Arbeitsalltag bis hin zu Risiken für kritische Infrastrukturen.

Urbane Resilienz erhöhen

„Jede Stadt muss ein klares Konzept haben, um die Bevölkerung besser vor Extremwetter wie Hitze zu schützen“, betont Petra Riga-Müller Vorständin Zurich Commercial Insurance Germany. „Zahlreiche Hitzetote, Schäden an Fahrbahnen und ein komplett lahmgelegter Straßenbahnverkehr am Hitzerekordwochenende vor zwei Wochen sind nur einige Beispiele für die extremen Folgen. Und das ist längst kein Ausnahmeereignis mehr, sondern entwickelt sich zu einer dauerhaften Herausforderung für urbane Räume.“ Laut der European Environment Agency (EEA) haben Wetter- und Klimaextreme seit 1980 rund 822 Milliarden Euro Schäden verursacht; rund 95 Prozent der extremwetterbedingten Todesfälle gehen auf Hitzewellen zurück.

Erfahrungen aus der internationalen Arbeit im Bereich Zurich Resilience Solutions sowie Analysen von C40 Cities zeigen, dass extreme Hitze zu den größten Zukunftsrisiken für Städte weltweit zählt. So erleben laut C40 Cities mehr als 350 Städte weltweit mit rund 200 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern bereits heute durchschnittliche sommerliche Höchsttemperaturen von über 35 Grad Celsius. Bis 2050 könnte diese Zahl auf rund 970 Städte und 1,6 Milliarden Menschen steigen.

Daten nutzen, um Kommunen zu stärken

„Anpassungen an Extremwetterereignisse wird zu einer zentralen Zukunftsaufgabe für Kommunen“, so Riga-Müller. „Versicherer können dabei eine wichtige Rolle spielen. Durch unsere Erfahrung im Risikomanagement und unsere Datenkompetenz helfen wir dabei, Risiken sichtbar zu machen und fundierte Entscheidungen für mehr Resilienz zu treffen.“

Als global aktiver Versicherer verfügt Zurich über Schaden- und Risikodaten aus aller Welt, die über Jahrzehnte hinweg erfasst wurden. Dank dieser Daten können Klimaresilienz-Experten Klimaprojektionen bis zum Ende dieses Jahrhunderts auf Basis verschiedener IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) Klimaszenarien erstellen sowie Gefahrenkarten für unter anderem Hitze, Starkregen, Hochwasser, Dürre, Waldbrand und Sturm erstellen. „Wir nutzen auch Satelliten- und Geodaten zu Landnutzung, Versiegelungsgrad, Vegetation und Topografie und können die Risikoexponierung von Städten so vorhersagen. All diese Daten können wir Kommunen gebündelt in dem Tool ‚Climate Spotlight‘ für die Risikomodellierung zur Verfügung stellen“, so Petra-Riga Müller. „Je früher Städte ihre Verwundbarkeiten kennen, desto gezielter können sie investieren und Vorsorge treffen. Bisher sind die Kommunen in Deutschland dahingehen aber noch zurückhaltend.“

Nach Einschätzung von Zurich erfordert der Umgang mit zunehmenden Hitzebelastungen eine enge Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Gerade Städte stehen vor der Herausforderung, Klimaanpassung in Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Verkehr, Energieversorgung und Stadtplanung ganzheitlich zu denken.

Von der Risikoanalyse zur konkreten Anpassung

Mit Zurich Resilience Solutions, der globalen Risiko- und Resilienzberatung von Zurich, begleitet der Versicherer Städte weltweit bei der Analyse klimabedingter Risiken und der Entwicklung von Anpassungsstrategien. Dabei werden klimatische, räumliche und soziale Daten miteinander verknüpft, um Transparenz für die Auswirkungen von zum Beispiel Hitze, Dürre, Starkregen oder anderen Extremwetterereignissen auf Bevölkerung, Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen zu erzeugen und durch gezielte standortspezifische Maßnahmen Widerstand gegenüber diesen zu bieten.

Ein aktuelles Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der spanischen Hauptstadt Madrid. Dort unterstützte Zurich Resilience Solutions die Stadtverwaltung dabei, die Folgen extremer Hitze insbesondere für Schulkinder zu analysieren und Handlungsempfehlungen für eine widerstandsfähigere Stadtentwicklung abzuleiten. Im Fokus standen unter anderem Schulgebäude, Schulwege und besonders belastete Stadtgebiete. An manchen Hitze-Hotspots in Madrid konnten die Temperaturen durch die Maßnahmen wesentlich gesenkt werden.

„Das Beispiel Madrid kann anderen Städten auch hier bei uns in Deutschland als gutes Beispiel dienen. Die Anpassungsmaßnahmen sahen die Umwandlung von versiegelten Flächen in Grünanlagen und Parks vor, das Errichten von Brunnen, Wasserläufen und Kühlelementen bis hin zum Pflanzen von zusätzlichen Bäumen und der Beschattung von Gehwegen. Nichts Außergewöhnliches, aber sie müssen eben umgesetzt werden. Dennoch konnten diese Maßnahmen die Temperaturen an manchen Hitze-Hotspots in Madrid bereits um 4,5 Grad senken.“

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Die Zurich Gruppe Deutschland wurde 1875 in Berlin gegründet und gehört zur weltweit tätigen Zurich Insurance Group. Mit Beitragseinnahmen (2025) von über 6,2 Milliarden Euro, Kapitalanlagen von mehr als

52 Milliarden EUR und rund 5.300 Mitarbeitenden zählt Zurich zu den führenden Versicherungen in Deutschland. Im Einklang mit dem Ziel „gemeinsam eine bessere Zukunft zu gestalten“, bietet Zurich Präventionsdienstleistungen an, die über traditionelle Versicherungsprodukte hinausgehen, um Kunden dabei zu unterstützen, Resilienz aufzubauen.

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