Pressemitteilung —
Neue Altersvorsorge ab 2027: Zurich setzt auf drei Lösungen
- Zurich schafft ab 2027 Wahlmöglichkeiten für unterschiedliche Sicherheits- und Beratungsbedürfnisse
- Geplant sind ein Altersvorsorgedepot ohne Garantie, eine Lösung mit 80-prozentiger Beitragsgarantie sowie das gesetzlich vorgeschriebene Standarddepot
Köln, 6. November 2026: Depot oder Versicherung? Zurich setzt bei der neuen geförderten Altersvorsorge nicht auf ein Entweder-oder. Ab 2027 plant die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG drei Zugänge zur neuen geförderten Altersvorsorge: das gesetzlich vorgesehene Standarddepot eines Kooperationspartners, ein Altersvorsorgedepot ohne Garantie sowie eine Versicherungslösung mit 80-prozentiger Garantie auf Eigenbeiträge und Zulagen. Damit reagiert der Versicherer auf unterschiedliche Renditeerwartungen, Sicherheitsbedürfnisse und Vorsorgeziele. Die Versicherungslösungen basieren auf der etablierten fondsgebundenen Rentenversicherung „Vorsorgeinvest“. Kundinnen und Kunden können damit gemeinsam mit ihrer Beraterin oder ihrem Berater entscheiden, wie sie Renditechancen, Sicherheit und die spätere Auszahlung gewichten möchten.
Sicherheit und Renditechancen nach Bedarf kombinieren
Mit dem Verzicht auf eine vollständige Beitragsgarantie schafft die Reform mehr Spielraum für die Kapitalanlage. Das eröffnet zusätzliche Renditechancen, überträgt aber auch mehr Risiken auf die Sparerinnen und Sparer. Zurich setzt deshalb auf unterschiedliche Sicherheitsniveaus statt auf eine einheitliche Lösung für alle.
„Sicherheit hat einen Preis – aber auch einen konkreten Wert. Eine Garantie schützt einen Teil der Vorsorge vor Kapitalmarktverlusten und schafft zusätzliche Planungssicherheit. Entscheidend ist, dass Kunden bewusst wählen können, welche Balance aus Sicherheit und Renditechance zum eigenen Leben passt – und wie aus dem angesparten Vermögen ein Einkommen wird, das auch bei einem langen Leben trägt“, sagt Björn Bohnhoff, Vorstand Leben bei der Zurich Gruppe Deutschland.
Neben der Kapitalanlage rückt Zurich die spätere Verwendung des angesparten Vermögens in den Mittelpunkt. Reine Depotlösungen bieten Flexibilität bei der Auszahlung. Kapitalmarkt-, Entnahme- und Langlebigkeitsrisiken tragen die Kunden jedoch selbst. Versicherungslösungen können diese Risiken ganz oder teilweise absichern – etwa durch eine lebenslange Rente oder Garantie der eingezahlten Beiträge. „Ein Vermögen aufzubauen ist das eine. Daraus ein Einkommen zu machen, das auch bei einem langen Leben trägt, ist das andere. Genau hier liegt eine besondere Stärke von Versicherungslösungen: Sie können Renditechancen, Flexibilität und lebenslange Absicherung verbinden“, so Bohnhoff.
Die drei Lösungen unterscheiden sich vor allem bei der Auswahl der Kapitalanlage, beim Sicherheitsniveau und bei den späteren Auszahlungsmöglichkeiten: Das Standarddepot setzt auf eine einfache, vorgegebene Anlagelösung mit anschließendem Auszahlungsplan.
Das Altersvorsorgedepot ohne Garantie und die Versicherungslösung mit 80-prozentiger Garantie bieten dagegen eine breitere Fondsauswahl – von den bewährten und erfolgreich gemanagten Anlagestrategien im Rahmen der gemanagten Depotmodelle bis hin zur individueller Fondsauswahl. Beide Produkte ermöglichen es, an den Chancen des Kapitalmarkts teilzuhaben, allerdings in unterschiedlicher Ausprägung: Während das Altersvorsorgedepot zugunsten größerer Anlagefreiheit auf eine Garantie verzichtet, verbindet die Versicherungslösung die Fondsanlage mit zusätzlicher Sicherheit. Zudem stehen zu Rentenbeginn verschiedene Auszahlungsmöglichkeiten zur Wahl – von der lebenslangen Rente bis zum Auszahlungsplan jeweils mit der Möglichkeit einer Kapitalauszahlung von bis zu 30 Prozent.
Beratung wird wichtiger
Mit den neuen Wahlmöglichkeiten steigen zugleich die Anforderungen an die persönliche Entscheidung. Neben der erwarteten Rendite müssen künftig auch Sicherheitsbedarf, Anlagedauer, Fördermöglichkeiten und die gewünschte Form der Auszahlung berücksichtigt werden. Zurich will die Einführung der neuen Lösungen deshalb mit umfassenden Informations- und Beratungsangeboten begleiten. Dabei setzt Zurich auf ein starkes und breites Vertriebsnetz aus Zurich Ausschließlichkeitsorganisation, unabhängigen Vermittlerinnen und Vermittlern sowie Partnern wie DWS by Deutsche Asset Management, Deutsche Bank und Postbank.
„Wir sind überzeugt, dass der Erfolg der Reform sich nicht daran entscheiden wird, wer die meisten Depots eröffnet. Entscheidend wird sein, wer Menschen dabei unterstützt, aus Ersparnissen eine tragfähige Altersvorsorge zu machen. Menschen haben unterschiedliche Lebenssituationen, Ziele und Sicherheitsbedürfnisse. Das am einfachsten und schnellsten verfügbare Angebot ist nicht zwangsläufig das passendste – entscheidend ist, die Vor- und Nachteile der jeweiligen Lösung zu kennen“, so Nina Henschel, Vertriebs-Vorständin „Privat- & Gewerbekunden“ bei der Zurich Gruppe Deutschland. Sie ist überzeugt, dass nicht Standardisierung, sondern passgenaue Lösungen, die den tatsächlichen Bedarf der Kundinnen und Kunden widerspiegeln, den Erfolg der neuen Altersvorsorge bestimmen werden.
Keine vorschnellen Entscheidungen erforderlich
Für Kundinnen und Kunden mit einem bestehenden Riester-Vertrag besteht kein unmittelbarer Handlungsdruck. Ob eine Fortführung oder ein Wechsel in eine neue Lösung sinnvoll ist, hängt von den jeweiligen Vertragsbedingungen, den vorhandenen Garantien und der persönlichen Vorsorgesituation ab. Zurich empfiehlt daher, bestehende Verträge nicht vorschnell zu verändern, sondern die Optionen nach Vorliegen der konkreten gesetzlichen und produktseitigen Rahmenbedingungen individuell zu prüfen.
Anlagekompetenz trifft lebenslange Absicherung
Die Zurich Gruppe Deutschland bietet seit 1972 fondsbasierte Altersvorsorgelösungen an. Zum 31.12.2025 verwaltete Zurich in diesem Bereich ein Fondsvolumen von 21,4 Milliarden Euro und zählt damit zu den führenden Anbietern in Deutschland. Diese Erfahrung fließt heute in professionell gemanagte Depotmodelle und eine breite Auswahl an Aktien-, Renten- und Mischfonds sowie ETFs ein. Kundinnen und Kunden können ihre Anlage entweder von Experten steuern lassen oder im Rahmen der individuellen Fondsanlage selbst zusammenstellen. Durch die Streuung über unterschiedliche Anlageklassen, Branchen und Regionen lassen sich Renditechancen nutzen und Risiken gezielter verteilen. Die Qualität der gemanagten Depotmodelle wurde im gemeinsamen Fondspolicen-Rating von Handelsblatt und Assekurata über den Bewertungszeitraum 2024 bis 2026 mit der Bestnote „Sehr gut“ bestätigt. Anlagekompetenz ist ein entscheidender Faktor für eine Altersvorsorgelösung, die lange tragen soll und bedeutet für Zurich mehr als die Auswahl geeigneter Fonds. Entscheidend ist, die Kapitalanlage über die gesamte Vertragslaufzeit mit dem persönlichen Sicherheitsbedürfnis und dem gewünschten Auszahlungsweg zu verbinden. Zum Rentenbeginn stehen deshalb unterschiedliche Optionen zur Verfügung – von der Kapitalzahlung über einen flexiblen Auszahlplan bis zur lebenslangen Rente. So verbindet Zurich Kapitalmarktchancen mit Risikostreuung, flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten und der Absicherung des von vielen Menschen deutlich unterschätzten Langlebigkeitsrisikos.
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Was ist das Altersvorsorgedepot? Das Altersvorsorgedepot ist eine neue staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge, die zum 1. Januar 2027 starten soll. Anders als bei der bisherigen Riester-Förderung ist die hundertprozentige Kapitalgarantie gesetzlich nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Alternativ ist auch eine reine Fondsanlage oder eine 80%-Garantie bezogen auf den Eigenbeitrag und Zulagen zulässig. Das eröffnet höhere Renditechancen in der gewählten Fondsanlage, ist aber auch mit Wertschwankungen und Verlustrisiken verbunden. Welche Vorteile bietet das Altersvorsorgedepot gegenüber bisherigen Riester-Verträgen? Ob das Altersvorsorgedepot im Einzelfall vorteilhafter ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es erweitert die Auswahl um kapitalmarktorientierte Lösungen ohne vollständige Beitragsgarantie und bietet mehr Flexibilität bei der Auszahlung. Dem stehen höhere Anlagerisiken gegenüber. Entscheidend sind unter anderem die persönliche Risikobereitschaft, die verbleibende Anlagedauer, die Kosten und die gewünschte Sicherheit. Ich habe bereits einen Riester-Vertrag. Was sollte ich jetzt tun? Für bestehende Verträge gilt Bestandsschutz; sie können grundsätzlich zu den bisherigen Bedingungen weitergeführt werden. Ein Wechsel ist nicht verpflichtend und sollte erst nach einer individuellen Prüfung erfolgen. Dabei sind insbesondere Garantien, Kosten, Fördervorteile, Vertragslaufzeit und die persönliche Vorsorgesituation zu berücksichtigen. Kann ich meinen Riester-Vertrag behalten und zusätzlich ein gefördertes Altersvorsorgedepot abschließen? Ja. Ein bestehender Riester-Vertrag kann grundsätzlich fortgeführt und zugleich ein neuer Vertrag abgeschlossen werden. Die staatliche Förderung kann jedoch nicht unbegrenzt auf mehrere Verträge verteilt werden, zudem gilt in diesem Fall auch für den alten Riester-Vertrag die neue Fördersystematik. Wie Beiträge und Zulagen sinnvoll verteilt werden, sollte daher individuell geprüft werden. Welche Varianten der neuen geförderten Altersvorsorge wird Zurich anbieten? Zurich plant ein Altersvorsorgedepot ohne Garantie sowie eine Lösung mit 80-prozentiger Beitragsgarantie. Ergänzend ist ein gesetzlich vorgesehenes Standarddepot geplant. Wer ist der Kooperationspartner für das Standarddepot? Die Gespräche mit potenziellen Kooperationspartnern befinden sich derzeit in der finalen Phase. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch keine Details nennen. Sobald die vertraglichen Vereinbarungen abgeschlossen sind, wird Zurich den Kooperationspartner bekannt geben. Was bedeutet eine Beitragsgarantie von 80 Prozent? Bei einem Produkt mit 80-prozentiger Beitragsgarantie müssen zum Ende der Ansparphase mindestens 80 Prozent der eingezahlten Beiträge einschließlich der Zulagen zur Verfügung stehen. Der übrige Teil kann stärker chancenorientiert angelegt werden. Eine geringere Garantie schafft damit mehr Spielraum für Kapitalmarktanlagen, schließt Verluste aber nicht aus. Kosten Garantien Rendite? Garantien erfordern eine entsprechend sicherheitsorientierte Kapitalanlage und können dadurch die Renditechancen begrenzen. Gleichzeitig bieten sie einen konkreten Gegenwert: Sie sichern einen vereinbarten Teil der Beiträge ab und erhöhen die Planungssicherheit. Ob eine Garantie sinnvoll ist, hängt daher von der persönlichen Risikobereitschaft, der Anlagedauer und dem individuellen Sicherheitsbedürfnis ab. Wie hoch sind die Kosten? Die konkrete Ausgestaltung ist derzeit noch nicht final festgelegt. Zurich beobachtet die aktuellen Marktentwicklungen sehr genau. Unabhängig davon ist Zurich überzeugt, dass qualifizierte Beratung und verlässlicher Service für viele Kundinnen und Kunden einen hohen Mehrwert bieten. Vor diesem Hintergrund geht das Unternehmen davon aus, dass dauerhaft kostenfreie Angebote langfristig nur eingeschränkt tragfähig sein werden. Kundinnen und Kunden entscheiden sich für Zurich, weil sie neben attraktiven Produkten auch auf persönliche Beratung, Servicequalität und einen starken Partner vertrauen können. Wie kann das angesparte Kapital später ausgezahlt werden? Die Reform sieht mehr Wahlmöglichkeiten vor. Neben einer lebenslangen Rente werden auch befristete Auszahlungspläne möglich sein, die grundsätzlich mindestens bis zum 85. Lebensjahr reichen. Welche Variante geeignet ist, hängt insbesondere vom gewünschten Einkommensschutz im Alter und vom individuellen Bedarf an Flexibilität ab. |
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Die Zurich Gruppe Deutschland wurde 1875 in Berlin gegründet und gehört zur weltweit tätigen Zurich Insurance Group. Mit Beitragseinnahmen (2025) von über 6,2 Milliarden Euro, Kapitalanlagen von mehr als
52 Milliarden EUR und rund 5.300 Mitarbeitenden zählt Zurich zu den führenden Versicherungen in Deutschland. Im Einklang mit dem Ziel „gemeinsam eine bessere Zukunft zu gestalten“, bietet Zurich Präventionsdienstleistungen an, die über traditionelle Versicherungsprodukte hinausgehen, um Kunden dabei zu unterstützen, Resilienz aufzubauen.